Computerlogbuch DS12

  • Computerlogbuch Raumstation Deep Space 12

    Sternzeit 97428.7758

    Commander Sarep


    Die USS Arizona ein Runabout, der USS Mistral, verwendet von Captain Davis und 2 weiteren Lieutenants für eine diplomatische Konferenz auf Regulus kam im System an, und loggte einen Kollisionskurs auf die Reaktorkammer von DS12 ein. Sämtliche Kommunikationsversuche waren fehlerhaft, Lebenszeichen oder Biozeichen wurden keine auf dem Shuttle festgestellt.


    Nachdem das Shuttle selbsttätig die Schilde aktivierte, feuerten wir. Als die Schilde deaktiviert wurden, erfassten wir weiters eine große Menge an Sprengstoff auf dem Shuttle, und gaben somit jeden Versuch auf, das Shuttle mit dem Traktorstrahl rechtzeitig zu stoppen und zerstörten es.


    Kurzzeitig darauf bekannte sich eine bisher unbekannte terroristische Organisation die Freie Allianz (FA) zu dem Anschlag.


    Es wurden im erweiterten Sektorenumfeld 20 weitere Explosionen außerhalb von vitablen Bereichen erfasst. Durch keine der Explosionen entstand Schaden (ausgenommen das zerstörte Shuttle, das mit einem automatischen Kampfsystem ausgestattet wurde)


    Die Restless wurde besetzt und befindet sich wie die Station in erhöhter Alarmbereitschaft auf Gelbem Alarm. Die Langstreckensensoren sind aktiv und ankommende Schiffe müssen sich bereits beim Sektoreintritt identifzieren.


    Die Mistral broch zur Suche nach Captain Davis und den beiden Crewmitgliedern auf, kehrte jedoch kurzerzeit später auf Befehl von Admiral Sacharow zurück, und patrouilliert die Grenze im Gebiet.


    Es steht nicht fest, aus welchen Regionen man sich schützen muss. Die Freie Allianz fordert einen freien Ba'aja-Sektor, das angreifende Shuttle kam jedoch aus Richtung Briar-Patch. Dementsprechend gilt allgemeine Vorsicht.


    Vom Oberkommando wurden bereits weitere Kräfte angekündigt, die im Laufe der nächsten 24 Stunden in Aldebaran-Sektor aufbrechen. Wir rechnen hier mit 3 bis 4 zusätzlichen Sternenflottenschiffen.

  • Computerlogbuch Raumstation Deep Space 12

    Wissenschaftsoffizier Fn. Lorelai Christophsdottir

    Sternzeit 98253.65376


    Zu Sternzeit 98194.06392 ging die U.S.S. Flying Fox einem unbekannten Signal nach, welches wir auf einem Routine-Patrouillen-Flug auffingen (Lokalisation: 2.02S 2.01E/11.6 56.5 -14.1, Aldebaran-Sektor). Dieses wurde schwächer, je weiter wir uns näherten. Am Ort des Signals angekommen, war die Ursache dessen bereits verschwunden und kurz darauf auch das Signal selbst. Wir fanden uns in einem Trümmerfeld wieder, in welches das Signal eingebettet gewesen war. Das Trümmerfeld bestand hauptsächlich aus einem zerstörten Schiff, dessen Hüllensignatur zu einem zivilen Frachter der Detroit-Klasse, die S.S. Mule, passt. Diese wurde während des Hurq'-Konflikts als vermisst gemeldet. Größe und Verteilung der Trümmer waren für ein solches Frachtschiff nicht ausreichend, was zu der Annahme führt, es fehlen Teile.


    Das verschwundene Signal entsprach einer Warpsignatur, die nicht von der Föderation oder einer anderen uns bekannten warpfähigen Zivilisation stammte.


    Außerdem fanden sich weitere Trümmerteile unbekannter Herkunft. Die Stücke scheinen von der Außenhülle eines Schiffs zu stammen und setzen sich aus den unterschiedlichsten Legierungen zusammen, als hätte man sie schichtweise aus Materialien unterschiedlicher Herkunft aufgebaut. Die Korrosionsrückstände auf der Innenseite weisen darauf hin, dass die Atmosphäre des Schiffs, von dem sie wahrscheinlich stammen, sauerstoffarm und dünn ist (5 % Sauerstoff, knapp 95 % Stickstoff sowie Ausdünstungen von Plasmaleitungen und Edelgase im Promillebereich). Außerdem scheint die Innenseite recht starker Gamma-Strahlung ausgesetzt gewesen zu sein. Und das über einen längeren Zeitraum, was tödlich für mir bekannte Spezies wäre. Vermutung: Die Spezies nutzt einen altmodischen Antrieb und ist in unseren Datenbanken noch nicht verzeichnet bzw. näher bestimmt.

    Die obere Schicht des Materials besteht aus Duranium in einer Legierungsform, welche die Föderation vor einigen Jahren genutzt hat. Es können auch andere Legierungen eindeutig zugewiesen werden, unter anderem klingonische, romulanische, vulkanische und andorianische. Außerdem stellten wir bei der Untersuchung fest, dass diese Teile gezielt und präzise abgetrennt wurden, was auf einen Vorsatz schließen lässt.


    Ich habe die Sensoren der U.S.S. Flying Fox so modifiziert, dass wir gezielt nach der Strahlungssignatur suchen können.


    Maßnahme-Empfehlungen:

    für den kommandierenden Offizier der Flying Fox:

    - weitere Suche im Trümmerfeld nach o. g. Strahlungssignatur


    für die Technische Abteilung der Station:

    - Reinigung der Trümmerteile von Strahlung und anschließende Einlagerung für evtl. spätere Untersuchungen

    - Klärung der Fragen: Wie war es möglich, die unterschiedlichen Legierungen miteinander zu kombinieren? Aus welchem Zeitraum stammen die Legierungen?


    für die Sicherheitsabteilung der Station:

    - Klärung der Frage: Kann aufgrund des ermittelten Zeitraums ein bestimmtes oder können mehrere bestimmte Föderations-Raumschiff(e) ausfindig gemacht werden, dem/denen die Duranium-Legierung zugeordnet werden kann?

  • Computerlogbuch Raumstation Deep Space 12

    Wissenschaftsoffizier Fn. Lorelai Christophsdottir

    Sternzeit 98287.61050


    Heute konnte die U.S.S. Flying Fox erneut die von uns entdeckte Signatur ausmachen. Bei Annäherung wurde diese wieder schwächer und verschwand schließlich ganz. Außerdem stellten wir fest, dass die Dichte des Trümmerfelds abgenommen hatte, als würden weitere Teile fehlen. Der kommandierende Offizier beschloss eine Kursänderung, um es wie einen Vorbeiflug aussehen zu lassen. Nach einiger Entfernung tauchte die Signatur wieder auf. Ab diesem Zeitpunkt erschien uns nur eine Erklärung plausibel: Es handelt sich um eine Spezies, welche Trümmerteile einsammelt und sich immer dann, wenn sich ein Schiff nähert, entfernt.


    Darauf hin sandten wir eine Sonde zu dem Trümmerfeld. Diese erfasste deutliche Energiesignaturen von drei Schiffen verschiedener Bauarten, deren Masse jeweils ca. 50.000 metrische Tonnen betrug. Kurz darauf brach das Signal der Sonde jedoch plötzlich ab.


    Bei erneuter Annäherung wurden die Signaturen der Schiffe wieder schwächer. Auf 500.000 km Abstand konnten noch Restsignaturen der Sonde und der Schiffe, welche sich schnell zersetzten, ausgemacht werden. Die Sonde war weg, vermutlich an Bord eines der Schiffe.


    Wir setzten mehrere kleine Sonden im Trümmerfeld verteilt, teils versteckt an Asteroiden, teils offensichtlich an Trümmerteilen aus sowie eine modifizierte Sonde mit Sender, die mitgenommen werden soll und nach strahlungsbedingter Zersetzung ihrer Außenhülle Daten senden soll.

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    persönliche Anmerkung:
    Ich hatte noch die Idee, ein kleines Schiff - maximal Shuttle-Größe - hinter einem der großen Asteroiden zu verstecken, quasi daran anzuheften und nach Reduzierung aller Energiesignaturen abzuwarten und zu beobachten. Leider wurde dieser Vorschlag abgelehnt, bevor ich ihn überhaupt präzisieren konnte. Das Risiko entdeckt zu werden, sei wohl zu groß und die kommandierenden Offiziere gingen scheinbar direkt davon aus, dass das Schiff angegriffen oder entführt werden würde.

    Ich bin mir des möglichen Risikos bewusst und verstehe die Einwände. M. E. handelt es sich hier jedoch nicht um eine risikobereite Spezies, da sie jedes Mal, wenn wir uns nähern, verschwinden.

    Außerdem haben wir Möglichkeiten das Risiko auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

    Für den Fall, dass unser Plan mit den Sonden fehlschlägt hier meine Vorschläge mit Priorisierung:

    1. Tarnen der auf ein absolutes Minimum reduzierten Energiesignatur UND sensorische Verkleidung der Schiffshülle entsprechend des Asteroidengesteins

    2. Einsatz einer Tarnung gegen optische Entdeckung, die nach o. g. Maßnahmen jedoch unwahrscheinlich ist

    3. Selbst für den Fall der Entdeckung sind gut ausgebildete Piloten und Taktiker durchaus in der Lage das Schiff in Sicherheit zu bringen.

    4. Sogar ein Bereithalten von Föderationsschiffen an DS12, um im Notfall hinzuzustoßen, wäre möglich.

  • Computerlogbuch Raumstation Deep Space 12

    Wissenschaftsoffizier Fn. Lorelai Christophsdottir

    Sternzeit 98325.87671


    Aufgrund eines Vorfalls ist die U.S.S. Flying Fox derzeit zur Schiffskontrolle eingeteilt. Heute um SZ 98325.69596 traf der Frachter S.S. MNG Reconia ein, den zu untersuchen uns oblag. Seine Ladeliste umfasste Tribbles, Nahrungsmittel, Kleidungsstücke, Romulanisches Ale und Baustoffe. DS12 sollte zwar nicht direkt beliefert aber zumindest angeflogen werden. Sicherheitsteams prüften daher die Frachträume, während Lt. M'Nuuras, Lt. Martin, Dr. Homes und ich auf der Brücke blieben. Dort fanden wir nichts Verdächtiges. Auch in den Frachträumen gab es wohl keine verdächtigen Gegenstände oder Substanzen. Einzig ein freilaufender Tribble wurde von einem unserer Crewman gesichtet. Dr. Homes stand mir freundlicherweise zur Seite, als ich mich bereit erklärte auf die Suche danach zu gehen. Tatsächlich gelang es mir ihn einzufangen und dem Frachtercaptain Claudia Strahl zu übergeben.

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    persönliche Anmerkung:

    Es ist tatsächlich, wie es immer beschrieben wird: Als ich den Tribble in Händen hielt und ihn zur Beruhigung streichelte, überkam mich sogleich ein wohliges, beruhigendes Gefühl. Sein Gurren tat das Übrige. Ich gab ihn ungern her, wusste aber dank meiner Ausbildung, dass es sein musste. Wäre ich nicht so gut geschult worden, hätte ich ihn glatt behalten, was in einer Katastrophe geendet hätte. Aber die Geschichten sind wahr. Das weiß ich nun.


    Und noch etwas ... -/\- Computer, bitte ins persönliche Logbuch eintragen -/\-: Der Frachtercaptain dachte wohl, dass unser Sicherheitsteam daran Schuld war, dass der Tribble frei herum lief. M'Nuuras konnte nur davon ausgehen, dass dem nicht so war. Statt einen Schuldigen zu suchen, kam aber keiner auf die Idee vielleicht etwas zu tun, um die Situation, die eben gerade herrschte, zu beseitigen. Daher beschloss ich selbst die Sache in die Hand zu nehmen, nachdem ich dem Wortwechsel kurz gefolgt war.
    Das sind nicht die Werte, die mir auf der Sternenflotten-Akademie vermittelt worden sind. Schuldzuweisungen bringen uns nicht weiter. Ich kann nur vermuten, dass allgemeine Hilflosigkeit herrschte. Ich bin froh, dass ich erfolgreich mit meinem Unterfangen war. Logbucheintrag Ende.

    RP-Char:

    - Lorelai Christophsdottir (WO)

    2 Mal editiert, zuletzt von Trinidea () aus folgendem Grund: Text für das persönliche Logbuch zur besseren Ersichtlichkeit kursiv gestellt

  • Computerlogbuch Raumstation Deep Space 12

    Wissenschaftsoffizier Fn. Lorelai Christophsdottir

    Sternzeit 98364.43248


    Unsere im Trümmerfeld nahe DS12 ausgesetzten Sonden meldeten um SZ 98363.92852 Aktivität, so dass wir umgehend mit der Flying Fox dort hin flogen. Erste Daten wiesen auf mehrere kleine Schiffe hin. Bald darauf verloren wir zu zwei der versteckten Sonden, welche also eigentlich nicht gefunden werden sollten, den Kontakt. Weitere Sonden fielen wenig später aus, nachdem sie kurzzeitig erhöhte Plasmasignaturen anzeigten. Die Energiesignaturen der Schiffe wurden ebenfalls stärker, was auf Waffenfeuer hinwies.

    Unsere Ködersonde, welche wir extra modifiziert hatten, so dass sie nach Zerfall ihrer strahlungsempfindlichen Hülle aktiviert würde, sendete daraufhin Atmosphärendaten. Die erfasste erhöhte Strahlung wies auf einen schlecht eingedämmten Antimaterie-Reaktor hin. Die Energiesignaturen nahmen nicht wie sonst ab, sondern wiesen offensichtlich eher darauf hin, dass unsere Sonden mit Plasmawaffen beschossen wurden. Die Ködersonde meldete weiter atmosphärische Zusammensetzungen und andere Umweltdaten, welche dem angehängten Analysebericht entnommen werden können. Außerdem erfasste sie sehr schwache Biozeichen. Inzwischen meldete sie auch Beschädigungen, die immer schwerer wurden und schließlich einen Systemausfall verursachten. Der Schadensbericht deutet auf physischen Schaden hin, was nur bedeuten kann, dass sie demontiert wurde. Schließlich brach auch der Kontakt zu den restlichen Sonden ab, jedes mal nachdem sie einen Anstieg an Plasmapartikeln in unmittelbarer Nähe registrierten.


    Leider erhielten wir plötzlich einen Notruf mit diplomatischem Prioritätsstatus der U.S.S. Montana, dem Schiff von Trill-Botschafterin Halverd, woraufhin wir sofort diesem nachgingen.

    Der Notruf kam aus einem System im Briar Patch. Ein Planet der Klasse K konnte schließlich als Quelle ausgemacht werden. Dort gab es eine überwiegend kohlenstoffhaltige Atmosphäre und starke atmosphärische und magnetische Interferenzen. Ein genauer Scan oder Einsatz von Transportern über große Distanz war daher unmöglich. Zudem konnten wir eine Rettungskapsel mit einem verletzten Vulkanier und einem verstorbenen Menschen an Bord auftun, welche direkt auf die Krankenstation transportiert wurden. Die Logbücher der Kapsel berichteten über einen schweren Schaden nach einer frontalen Kollision, die erhebliche strukturelle Schäden verursacht hatte. Zwischen den Trümmern des zerstörten Schiffs fanden wir weitere Leichen und schwache Notsignale von Sternenflotten-Kommunikatoren, welche wir in Frachtraum 2 unter Beachtung der Sicherheitsvorkehrungen bargen. Die Analyse der Trümmer deutete darauf hin, dass ein Großteil des Schiffs fehlte. Durch eine Lücke in den Turbulenzen des Planeten konnten wir außerdem kurzzeitig eine fluktuierende Energiesignatur ausmachen, die aber genau so schnell wieder verschwand. Nachdem wir nahe genug waren und auch die Rettungskapsel begutachten konnten, kamen wir zu dem Schluss, dass das Schiff nach einer Kollision mit einem sich bewegenden Asteroiden abgestürzt war und konnten die Absturzstelle auf dem Planeten ungefähr bestimmen. Ein Außenteam für die mögliche Rettungsaktion per Shuttle landete auf dem Planeten, nachdem wir außerdem vier Lebenszeichen ausmachen konnten. Eines erlosch kurz nachdem wir den Umkreis um die Absturzstelle betreten hatten. Wir fanden einige Meter weiter die Reste des abgestürzten Schiffes und darin zahlreiche weitere Leichen sowie drei Überlebende, unter ihnen Botschafterin Halverd, welche wir mit Musterverstärkern zunächst ins Shuttle transportiert und anschließend mit der Flying Fox zu DS12 verbrachten.


    -/\- Analyse der Umweltdaten des fremden Schiffes -/\-

  • Computerlogbuch Raumstation Deep Space 12

    Wissenschaftsoffizier Fn. Lorelai Christophsdottir

    Sternzeit 98377.99470


    Heute unternahmen wir erneut einen Flug zum Trümmerfeld, um evtl. Überbleibsel unserer Sonden zu finden. Noch auf dem Weg dorthin zeigte ein Scann bereits die uns inzwischen bekannten Schiffssignaturen sowie Hüllensignaturen von zwei weiteren unbekannten Runabout-großen Schiffen, die zu kommunizieren schienen. Auf das Hochfahren unserer Schilde reagierten diese mit dem Abschuss von strahlungsbeladenen Projektilen, von denen uns trotz Ausweichmanöver und Phaser-Abfangfeuer einige trafen. Außerdem flogen die beiden unbekannten Schiffe Angriffsmanöver, um uns den Fluchtweg abzuschneiden.


    Auf einen von uns abgesetzten Notruf kam leider keine Reaktion. Mehrere abgefeuerte Projektile und Asteroidentrümmer trafen uns. Phaserbeschuss und Kollision mit unseren Schilden verstärkte die Projektile sogar noch, so dass es zu heftigen Detonationen und entsprechenden Beschädigungen an der Flying Fox kam. Eines der Schiffe konnte jedoch durch unseren Taktischen Offizier recht bald zerstört werden. Auch getroffene Asteroiden verhielten sich derart, dass sie sich teilweise in Fusionsenergie umwandelten. Genauere Analysen hierzu folgen noch.


    Ein Kontaktversuch blieb zunächst erfolglos, nach weiterem Feuer kam aber doch einer zustande. Der Universaltranslator hatte jedoch Probleme mit der Übersetzung. Die Laute ähnelten eher einem Quietschen. Kurz darauf zerstörte sich das zweite Schiff selbst. Wir konnten gerade so entkommen. Inzwischen registrierten wir einen Anstieg der Strahlungswerte an Bord und mussten Eindämmungsfelder errichten.


    Erfolgreiche Rückkehr DS12: Sternzeit 98377.91099, Reparaturen und Säuberung von Strahlung notwendig.


    weitere Klärungspunkte:

    - Schilde (kinetisch)

    - molekulare Verbindung der Projektile instabil; Element "Tanantonium"?

    - Möglicherweise haben wir bereits Kontakt zu der zugehörigen Spezies. Hierzu möchte ich jedoch zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben machen. Spekulation.


    Umfangreiche Datenanalyse aller aufgezeichneten Werte folgt.


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    Persönliche Anmerkung:

    Lt. M'Nuuras stürzte während einer Erschütterung und verletzte sich, als er gerade an meiner Konsole stand, um bei der Interpretation von Daten zu helfen. Er rettete mir dadurch wahrscheinlich das Leben, weil ich mich sofort neben ihn kniete und kurz darauf meine Konsole zerstört wurde.

  • Computerlogbuch der Station Deep Space 12

    Sternzeit 100694.12

    Captain Saril


    Ich habe das Kommando über die Station übernommen, nach einem regen Führungswechsel der letzten Wochen und Monate. Leider musste ich feststellen, daß beim Führen der Logbücher sich keiner meiner Vorgänger an die Vorschriften gehalten hat. Daher fasse ich die Vorgänge der letzen Zeit zusammen.


    Bei Sternzeit 100228 wurde Captain Mi'ia von Ihren Pflichten entbunden und versetzt, ebenso der zweite Offizier und Chief of Operations, Lieutenant Commander Osesi. Als Kommandant wurde vorübergehend Captain George Keller eingesetzt, der ehemalige Captain der U.S.S. Concordia. Seine erste Amtshandlung war, den Sicherheitschef Lieutenant Lasorsa von seinem Posten zu entfernen und zu versetzen. Er beförderte einen Fähnrich, Thomas Frishbee, zum Junior Lieutenant und setzte ihn als Sicherheitschef ein.


    Offenbar hatte Captain Keller den Auftrag, die Eignung von Commander Joanna Cohegen, dem ersten Offizier der Station, zu überprüfen und eine Empfehlung auszusprechen, sie zum Captain zu befördern und die Station als Kommandantin zu übernehmen. Meiner Interpretation der Ereignisse nach fiel diese Eignungsprüfung zu Ungunsten von Commander Cohegen aus. Sie wurde zwar vorbehaltlich mit dem Kommando über DS12 betraut, allerdings nicht zum Captain befördert. Kurz darauf kam es zu einem schweren Sicherheitsvorfall während eines Ionensturms, da sie offenbar mitten in einem Energieausfall den Sicherheitschef von ihrem Posten enthob, da er ihrer Meinung nach als Junior Lieutenant nicht geeignet sei, diese Position auszufüllen. In dem darauffolgenden Chaos, in dem sie gleichzeitig als neue Sicherheitschefin die Notsituation zu handhaben versuchte als auch eine dienstliche Unterredung mit Admiral Naris hatte, brachen sämtliche Gefangene auf der betroffenen Arrestebene durch den Energieverlust aus. Nur unter großen Mühen und dem zwischenzeitlichen Wiedereinsetzen von Lieutenant Frishbee als Sicherheitschef konnte die Situation gelöst werden.


    Da Commander Cohegen der Meinung war, daß Lieutenant Frishbee zum Senior Lt. befördert werden müsse, da er ansonsten nicht befugt sei Sicherheitschef zu sein, führte Sie entgegen der Vorschriften diese Beförderung durch. Zum einen war sie als Commander nicht befugt, einen Lieutenant zu befördern, zum anderen war die vorherige Beförderung durch Captain Keller erst vier Wochen her. Admiral Naris anullierte die Beförderung und kam erneut zu einem Gespräch auf die Station. In dessen Verlauf kündigte sie eine erneute Prüfung der Kommandotauglichkeit des Commanders an, woraufhin Commander Cohegen den Dienst quittierte, statt sich dieser Prüfung zu stellen. Und so wurde ich aufgefordert, diese Position zu übernehmen.



    Ich stehe hier vor vielfältigen Herausforderungen. Lieutenant Homes, die leitende Medizinierin der Station, ist aufsässig und respektlos und musste am Tag meiner ersten Führungsbesprechung bereits mit einem Verweis getadelt werden. Der Sicherheitschef Lieutenant Frishbee hat sich in den Wochen zuvor ebenfalls eine Disziplinarstrafe eingehandelt - die sechs Wochen Arrest hielt ich jedoch für übertrieben und ich wandelte die Strafe in einen Tadel und eine Beförderungssperre um. Die wissenschaftliche Abteilung muss bald neu besetzt werden, da Commander Hulbington sich neuen Aufgaben abseits des Sektors zuwendet. Und Miss Cohegen macht nach ihrem freiwilligen Abschied von der Sternenflotte die Bars unsicher und schürt unter dem Personal der Station Unruhe. Ich werde mich wohl näher mit ihr befassen müssen.


    Auch Lieutenant Frishbee habe ich in diesem Zusammenhang erneut zu mir kommen lassen. Er hat sich ein weiteres Mal in einer öffentlichen Bar sehr unflätig geäußert und neben Kraftausdrücken auch andere Offiziere diffamiert, so nannte er einen Lieutenant vom J.A.G.C. "Häutpling rote Schnapsnase" - wohl in Zusammenhang einer privaten Vendetta gegen diesen aufgrund der Untersuchung des Sicherheitsbruchs während des Ionensturms, mit der der JAG-Lieutenant betraut war und die Lieutenant Frishbee nicht gefiel. Lieutenant Frishbee hat offenbar keine Mühen gescheut und sogar die technische Abteilung der Station für seine Zwecke vereinnahmt, indem er nach dem Barbesuch des JAG-Lieutenants dessen Gläser auf Alkoholreste analysieren ließ, um ihm Trunkenheit im Dienst nachzuweisen. Würde sich der Lieutenant so intensiv um andere Fälle wie die Unfallserie in der Mine auf Sahal III oder dem Mord an zwei Passagieren der Lakarian bemühen, hätte ich an seiner dienstlichen Tätigkeit kaum etwas auszusetzen. Ich habe ihm in unserem Gespräch die Wahl gelassen, sich entweder künftig gewissenhaft zu verhalten, sich versetzen zu lassen, oder ganz aus dem Dienst auszuscheiden.


    Ich kann zum Abschluss immerhin etwas positives berichten. Ich habe die Leiterin der technischen Abteilung der Station, Lieutenant Faw Tarim, verdienterweise zum Lieutenant Commander befördert. Sie führt mit Unterbrechung die Tätigkeit seit 5 Jahren aus und hat diese Beförderung mehr als verdient. Zudem habe ich vor, sie in der Führungsspitze der Station zu platzieren, zunächst eventuell als Zweiter Offizier oder Chief of Operations.



    Meine Aufgaben hier sind also zunächst die Personalien zu regeln und mich um die Disziplinlosigkeit der Führungsoffiziere zu kümmern. Darüber hinaus soll die Station laut der Sternenflotte wieder einen Fokus auf Forschung richten - die Kolonie wäre hierzu ein guter Anfang.



    Computer, Aufzeichnung beenden und Eintrag speichern.

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    "Was soll man noch über einen Tag sagen, an dem man vier wundervolle Sonnenuntergänge gesehen hat."

    John Glenn (1921-2016)