Todesfälle auf der CUV Lakarian bei Sternzeit 100248.9

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    Fallbericht: Tumult mit zwei Todesopfern auf der CUV Lakarian



    Senior Chief Petty Officer Silvia Lavorini

    Sicherheit Deep Space 12

    Sternzeit 10043.5



    Bei Sternzeit 100248.92 wurde die Sicherheit der Station per Subraumkommunikation eine Anforderung durch das cardassianische Schiff CUV Lakarian nach Sicherheitspersonal wegen zweier Todesfälle. Die Lakarian wurde an ihre Parkposition beordert, anschließend beamte ein Untersuchungsteam an Bord. Es bestand aus Lieutenant Amanda Raile, stellvertretende Sicherheitschefin von DS12, Lieutenant Thomas Frishbee und Senior Chief Petty Officer Silvia Lavorini, beide von der Stationssicherheit DS12.


    An Bord empfing uns der Captain, Geala Tekot, und schilderte den Vorfall. Die Lakarian ist ein Schlachtkreuzer der cardassianischen Verteidigungsstreitkräfte, welches als Eskorte für Konvois fungiert, die wichtige Güter für den Wiederaufbau von Cardassia befördern. Dabei wurden auch hin und wieder Passagiere befördert. In diesem Fall waren es 43 Bergleute, die aus dem Alpha-Quadranten von der Phlugta-Mine abgezogen wurden, um für die Treasure Trading Company, den neuen Betreiber der Dilithiumabbauvorrichtungen im Sahal-System, auf Sahal III sowie im Asteroidengürtel zu arbeiten.


    Während der letzten Essensausgabe vor der Ankunft bei DS12 kam es in der Warteschlange zum Streit, in dessen Verlauf zwei Personen getötet wurden. Nach Aussagen der Crew an der Essensausgabe waren folgende Bergleute beteiligt: Ein Orioner namens Elgor Sirnem, ein Mensch namens Joe Menzel, ein Romulaner namens Velok und ein Nausikaaner namens Kront. Die Beteiligten Kront und Elgor Sirnem überlebten den Tumult nicht.


    Nach Aussage der Crew drängelte sich der Orioner, Mr. Sirnem, in der Warteschlange vor, was Mr. Menzel und Mr. Kront nicht gefiel, und ersteren zur Rede stellten. Der Orioner schlug unvermittelt mit dem Essenstablett zu und eine wüste Prügelei entstand, alle anderen brachten sich in Sicherheit und die Essenscrew löste Sicherheitsalarm aus. Bevor die Schiffssicherheit eintraf, mischte sich der Romulaner ein und beteiligte sich an der Schlägerei. Beim Eintreffen der Sicherheitsmannschaft waren der Orioner und der Nausikaaner tot, der Mensch war schwer verletzt und nicht ansprechbar. Der Romulaner wurde widerstandslos in Gewahrsam genommen.


    Die Sicherheit von DS12 beschlagnahmte die Leichen, schaffte den Verletzten auf die Krankenstation der Station und übernahm den in Gewahrsam sitzenden Mr. Velok, welcher aussagte, den Streit nur schlichten zu wollen. Die Todesfälle gingen nicht auf sein Konto, er habe sich nur verteidigt. Nähere Angaben machte er nicht.


    Der Captain der Lakarian sagte aus, der Nausikaaner und der Orioner seien auf der Reise schon mehrfach aneinandergeraten und es hätte schon zwei tätliche Auseinandersetzungen gegeben.


    Die Autopsie der beiden Toten ergab bei dem Orioner einen Schädeltrauma durch einen Schlag mit einem stumpfen Gegenstand. Durch Blutspuren, Fingerabdrücken und entsprechenden Beschädigungen konnte festgestellt werden, daß der Orioner mit seinem eigenen Essenstablett erschlagen wurde. Die Fingerabdrücke daran stammten von ihm, der Essenscrew des Schiffs sowie von dem anderen Toten, Mr. Kront.


    Mr. Kront wiederum wurde durch einen Stich in den Unterbauch getötet und starb an dem Blutverlust binnen Minuten, bevor ein Arzt ihn erreichen konnte. Das Messer wurde nicht sichergestellt, vermutlich wurde es von einem der anderen Bergleute entwendet, bevor die Schifssicherheit die Situation unter Kontrolle hatte. Allerdings hatte Mr. Kront ein leeres Messerholster unter der Jacke verborgen.


    Mr. Menzel wies wie die anderen beiden Prellungen und Blutergüsse durch die Prügelei auf, hatte aber auch noch einen gebrochenen Kiefer und eine Platzwunde am Hinterkopf. Die Theke der Essensausgabe wies zudem Spuren seines Blutes auf, so daß naheliegt, daß er ins Gesicht geschlagen wurde und rücklings mit dem Kopf gegen die Theke fiel.


    Mr. Velok war als einziger außer einiger kleinerer Blessuren von größeren Verletzungen verschont. Bei seiner Ingewahrsamnahme hatte er keinerlei Waffen oder sonstige Gegenstände bei sich, die als Waffe zweckentfremdet werden konnten. Er wurde zunächst in Arrest gestellt und bei Sternzeit 100440.7 mit der Auflage, das System nicht zu verlassen, seinem Rechtsvertreter, Lieutenant Henry Standing Bear übergeben, welcher die Verteidigung auf Betreiben des Arbeitgebers von Mr. Velok, der TTC, übernommen hat.



    Senior Chief Petty Officer Silvia Lavorini

    Leitung Einsatzteam Beta der Stationssicherheit

    Deep Space 12

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    "Was soll man noch über einen Tag sagen, an dem man vier wundervolle Sonnenuntergänge gesehen hat."

    John Glenn, Astronaut (1921-2016)

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    Zwischenbericht: Tumult mit zwei Todesopfern auf der CUV Lakarian



    Senior Chief Petty Officer Silvia Lavorini

    Sicherheit Deep Space 12

    Sternzeit 100514.54



    Ich habe vom Sicherheitschef von Deep Space 12, Lieutenant Thomas Frishbee, einige Aufträge bezüglich der Ermittlungen im oben genannten Fall erhalten. Meine Aufgaben waren:

    • Vernehmung des überlebenden Geschädigten, Joe Menzel
    • Rendezvous mit der C.U.V. Lakarian im Aiok System, um die Crew noch einmal zu den Vorfällen zu befragen.
    • Weitere Informationen über den Beteiligten Mr. Velok sammeln
    • Erweitertes Dossier über die Treasure Trading Company und dessen Mitarbeiter Mr. Glund erstellen

    Bei der Vernehmung von Mr. Menzel, der sich derzeit nach einem Arbeitsunfall, dem vierten Unfall seit seiner Ankunft auf Sahal III, auf der Krankenstation von DS12 erholt, habe ich keine weiteren Ermittlungsergebnisse erzielt. Mr. Menzel schilderte den Vorfall auf meine Bitte hin mehrmals, die Versionen unterschieden sich in hohem Maße, obwohl die Schilderungen jeweils nur etwa 15 Minuten auseinander lagen. Somit gebe ich die Schilderung hier nicht wieder, da sie offensichtlich nicht der Wahrheit entspricht. Ich nehme an, Mr. Menzel kann oder will sich nicht an die Geschehnisse erinnern und ist uns somit keine Hilfe. Bemerkenswert dabei ist, daß er zwar jedes Mal Mr. Velok in schlechtem Licht dastehen lässt, aber sich offenbar nicht an einen Streit zwischen ihm, dem Nausikaaner und dem Orioner erinnern will, was jedoch von mehreren Crewmitgliedern der Lakarian wie auch Mr. Velok so beschrieben wurde.

    Ich empfehle, künftig auch Mr. Menzel nicht mehr nur als Geschädigten, sondern auch als Verdächtigen zu sehen.


    Ich erreichte mit einem Shuttle von DS12 das Aiok System, konnte aber die Lakarian dort nicht entdecken. Ich wurde kurz darauf informiert, daß sie sich um einen Notruf kümmern musste, und die Rendezvous-Position verließ, kurz bevor ich eintraf. Ich kehrte nach Ds12 zurück, und konnte dort die Crew des Schiffs befragen. Es ergaben sich kaum zusätzliche Informationen, da die Crew bei der Essensausgabe nach Ausbruch des Streits sofort in Deckung ging, und bei Eintreffen der Security der Streit schon vorbei war. Ein Messer hat keiner bemerkt, die Security hat Mr. Velok durchsucht, und die nähere Umgebung als Tatort abgesperrt, aber weder dort noch bei Mr. Velok war das Messer gefunden worden.


    Über Mr. Velok konnte ich zunächst nur herausfinden, was in seiner Zivilakte stand. Ich habe jedoch erfahren, daß er im Romulanischen Imperium als Marineoffizier gedient hat. Über die Umstände seines Austritts und seine dortige Tätigkeit konnte ich jedoch nichts erfahren, da mir seine Militärakte nicht vorliegt.


    Das Dossier über Mr. Glund reiche ich nach, über die Treasure Trading Company konnte ich nur herausfinden, daß es seit mehreren Jahren aktiv ist und während des Klingonisch-Föderalen Krieges Waffen an beide Seiten verkauft hat. Vor etwa fünf Jahren gründete es die Tochtergesellschaft Sahal Entertainment Group, welches regelmäßig mit einem Dabo-Schiff im System Events veranstaltet und darüber hinaus die Korallenbar auf Sahal III sowie die Bar Sternenhimmel auf Deep Space 12 betreibt.

    Die Muttergesellschaft TTC hat vor Jahren bereits Interesse an dem Dilithiumbergbau im Sahal-System angemeldet und vor drei Monaten schließlich die Schürfrechte erhalten. Die TTC schürft auf eigene Kosten, behält 20% des Dilithiums, 80% gehen der Föderation zu. Die TTC verkauft das Dilithium zur Hälfte weiter an die Cardassianische Union, welche auch für den Geleitschutz der Erzfrachter von Sahal ins Cardassianische System zuständig ist. Auf einem solchen Geleitschiff wurde die Straftat, um die es hier geht, auch begangen.

    Aktuell arbeiten auf Sahal III 47 Bergleute für die TTC und wohnen auch dort, im Sahal-Asteroidenfeld noch einmal 85 Bergleute. Inhaberin der TTC ist eine Ferengi namens Ranar. Mr. Glund ist nur der Geschäftsführer der Sahal Entertainment Group, konnte aber von mir auf Sahal III oder auf DS12 noch nicht angetroffen werden, um mehr Informationen über ihn zu erhalten.


    Gez.

    Silvia Lavorini



    Senior Chief Petty Officer Silvia Lavorini

    Leitung Einsatzteam Beta der Stationssicherheit

    Deep Space 12

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    John Glenn, Astronaut (1921-2016)

  • Von: Lt Frishbee, Thomas

    An: Senior Chief Petty Officer Lavorini, Silvia

    CC:


    Betreff: Herr Joe Menzel


    Setzen sie eine Überprüfung der Unfälle von Herrn Menzel im speziellen und der Arbeitssicherheit im Speziellen an. Versuchen sie auch heraus zu bekommen, wo sich Herr Velok zu fraglichen Zeitpunkten befand.

    Können sie ihre Äußerungen im Bezug auf Herrn Menzel spezfizieren und untermauern?

    Der Hinweis, mit dem Messer war allgemein gedacht. Herr Velok erwähnte dies bei seiner Befragung speziell in Bezug auf den Nausikaaner, Herrn Kront. Sollte ich mich diesbezüglich unklar ausgedrückt haben, entschuldige ich mich dafür.


    Setzen sie die Untersuchung fort und halten sie mich auf dem Laufenden.



    Viel Erfolg und gute Jagd



    gez.


    Lt Frishbee, Thomas

    Sicherheit

    DeepSpace 12

    Aldebaran Sector

  • Von: Lt JG Frishbee, Thomas

    An: Senior Chief Petty Officer Lavorini, Silvia

    CC:


    Betreff: Herr Joe Menzel


    Hallo Chief,


    ich warte immer noch auf Rückmeldungen zu meinen letzten Auftrag an sie. Sollten sie nichts gefunden haben bzw keine weiteren Ansatzpunkte, so werden wir die Untersuchung zugunsten von Herrn Velok einstellen.


    Viel Erfolg und gute Jagd



    gez.


    Lt JG Frishbee, Thomas

    Sicherheit

    DeepSpace 12

    Aldebaran Sector














  • An: Lieutenant Thomas Frishbee

    Von: Senior Chief Petty Officer Silvia Lavorini


    Betreff: Unfallserie Joe Menzel


    Laut den Unterlagen der Klinik auf Sahal III hatte Mr. Menzel seit der Ankunft mit der Lakarian 12 Arbeitsunfälle, zu denen ein Rettungsteam gerufen wurde oder die stationär behandelt werden mussten. Nicht erfasst sind Bagatellverletzungen, die er sich zugezogen hat, und die danach vor Ort vom TTC-Betriebssanitäter behandelt wurden.


    Von den 12 Arbeitsunfällen waren 10 davon in Schichten, die von Mr. Velok geleitet wurden. Es ist leider nicht mehr festzustellen, ob Mr. Velok bei diesen Unfällen in der Nähe war oder zum Unfallzeitpunkt überhaupt in der selben Anlage unterwegs war. Die zwei Verletzungen die an Tagen geschahen, an denen Mr. Velok frei hatte, sind durch Zeugenaussagen oder Ersthelfer belegbare Arbeitsunfälle ohne Verdacht auf Fremdverschulden, so hat er sich das eine Mal auf der Grubenbahn nicht angeschnallt und fiel vom Waggon, bei dem anderen Unfall war er betrunken und schlug sich mit einem Hammer auf den Finger.


    Die 10 Arbeitsunfälle während Mr. Veloks Schichten sind jedoch bisher ungeklärt. So hat sich Mr. Menzel einmal trotz der Pflicht einen Helm zu tragen eine Platzwunde zugezogen, die angeblich entstand, weil er gegen einen zu niedrig hängenden Felsen lief. Ein weiterer Unfall geschah, als er sich trotz der automatischen Abschaltung selber mit einem Gabelheber aufgespießt hatte - hier hätte der Totmannschalter einen Betrieb verhindern müssen, da Mr. Menzel sich gar nicht im Führerstand befand, sondern vor dem Fahrzeug. Erwähnenswert ist auch das Einatmen von Grubengasen, die für einen mehrtätigen Klinikaufenthalt sorgten. Aus unerfindlichen Gründen war ein Knoten in dem Schlauch der Atemflasche. Und so weiter...


    Diese Unfälle haben alle zwei Dinge gemeinsam: Immer war Mr. Velok der Schichtleiter, und immer war Mr. Menzel allein und in abgelegenen Stollen unterwegs, als es passierte. Nur durch viel Glück und die automatischen Lebenszeichensensoren konnte immer ein Rettungsteam alarmiert werden.


    Ich sprach Mr. Menzel auf diese Ungereimtheiten an, aber er verweigerte dazu jegliche Aussage mit Verweis auf seine Schweigevereinbarung mit der Treasure Trading Company bezüglich betriebsinternen Sicherheitsbestimmungen.




    Senior Chief Petty Officer Silvia Lavorini

    Leiterin Einsatzteam Beta

    Sicherheitsdienst Deep Space 12

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    John Glenn, Astronaut (1921-2016)

  • Von: Lt JG Frishbee, Thomas

    An: Gerichtshof der Sternenflotte

    CC:


    Betreff: Untersuchung zu Fallbericht: Tumult mit zwei Todesopfern auf der CUV Lakarian



    Sehr geehrte Damen und Herren,


    aufgrund von ausbleibenden Ergebnissen und Ansatzpunkte für eine wirksame Strafverfolgung, stellt die Sicherheit der DeepSpace 12 die Untersuchung des obengenannten Falles unter Vorbehalt ein.


    Sollten sich in einem späteren Verlauf weitere Beweise finden, wird der fall wieder aufgenommen.



    gez.


    Lt JG Frishbee, Thomas

    Sicherheit

    DeepSpace 12

    Aldebaran Sector

  • Naris

    Hat das Label OFFEN hinzugefügt
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    Senior Chief Petty Officer Silvia Lavorini

    Sicherheit Deep Space 12

    Sternzeit 101054.18


    Bericht zur Wiedereröffnung des Falls


    Bei Sternzeit 101054.18 sprach mich Fähnrich Nox an, um den Stand der Ermittlungen in diesem Fall zu erfragen. Sie hatte von Captain Saril den Auftrag erhalten, den Fall wieder aufzurollen.


    Zunächst wies ich sie in den Fall ein und gab ihr einen Überblick. Daraufhin wollte sie die Befragung der Zeugen wiederholen und noch offene Fragen klären. Wir beamten auf die Kolonie hinunter, um zunächst mit dem Betreiber der TTC, welche die Minenoperation betreibt und deren Angestellten alle Beteiligten waren, zu sprechen - einem gewissen Mr. Glund.


    Bei Mr Glunds Büro angekommen, hörten wir Getöse und laute Stimmen, jemand schrie um Hilfe. Wir betraten das Büro mit vorgehaltenen Phasern und fanden dort Mr Glund vor, der offenbar gerade von einem weiblichen cardassianischen Offizier ziemlich nachdrücklich befragt wurde. Wir trennten die beiden zunächst und verlangten eine Erklärung. Mr. Glund gab an, die Cardassianerin sein in sein Büro eingedrungen und wollte ihm nach dem Leben trachten. Die Cardassianerin, Captain Tekot, wollte ihrer Aussage nach jedoch von ihm erfahren, welche Geschäfte mit dem Dilithium liefen, welches im Sahal-System gefördert würde. Ihren Recherchen zufolge würde die TTC doppelt abkassieren.


    Laut übereinstimmenden Angaben beider Beteiligten wird das Dilithium von der TTC gefördert und raffiniert. Im Moment der Verladung auf einen Frachter geht das Mineral in das Eigentum der Cardassianischen Union über, obwohl die Frachter mit denen es befördert wird, noch der TTC gehören. Die Cardassianer sorgen durch Kriegsschiffe wie dem von Captain Tekot dafür, daß das Dilithium sicher auf Cardassia Prime ankommt.


    Laut Captain Tekot jedoch werden die Konvois trotz wechselnder Routen ständig überfallen, wobei auch schon Schiffe beschädigt und Crewmitglieder getötet wurden. Die Angreifer werden ständig als der sogenannte Wahre Weg identifiziert, eine Separatistengruppierung aus ehemaligen cardassianischen Militärangehörigen und Nationalisten, sowie Überresten der Invasionsstreitkräfte des Dominion aus dem Gamma-Quadranten, die seit dem Ende des Dominionkrieges im Alpha-Quadranten sind. Captain Tekot vermutet, daß die TTC erst das Dilithium an Cardassia verkauft, dann nochmal für die Information der Frachtrouten vom Wahren Weg kassiert. Sie konnte für diese Behauptungen jedoch nur Indizien vorbringen, ich würde empfehlen daß die Sternenflotte dies jedoch weiterverfolgt.

    Mit dem vorliegenden Fall hat dies einer ersten Bewertung zufolge nichts zu tun - wenngleich die erneute Verbindung zwischen der Treasure Trading Company und der C.U.V. Lakarian bzw. ihrem Captain zumindest interessant ist.


    Wir verwiesen Captain Tekot des Gebäudes und kündigten Glund gegenüber weitere Untersuchungen an, was diesen sichtlich nervös machte. Anschließend verließen wir die Kolonie um über das weitere Vorgehen zu beraten.

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    Sicherheit Deep Space 12

    Sternzeit 101092.44


    Fähnrich Nox und ich beschlossen, weiter die Zeugen des Vorfalls auf der Lakarian zu befragen. Wir wollten zunächst aufgrund der Unfallserie des Geschädigten Menzel diesen befragen, erfuhren jedoch, daß er nur zwei Tage vorher, bei Sternzeit 101086.97, bei einem Minenunglück getötet wurde. Eben wegen der vorherigen, zahlreichen Unfälle mit seiner Beteiligung, erschien uns dieser "Unfall" zunächst nicht als solcher, weshalb wir von einem Tötungsdelikt ausgingen.


    Bei der Begehung der Mine am selben Abend trafen wir nur einen Arbeiter dort an. Es handelte sich dabei - wohl nicht wirklich zufällig - um Mr. Velok, dem Vorarbeiter von Mr. Menzel, welcher auch fast jedes Mal in der selben Schicht war, wenn ersterer seine Unfälle hatte. Er war, wie in früheren Berichte zu diesem Fall zu lesen, auch an dem tödlichen Zwischenfall auf der Lakarian beteiligt.


    Der Unfall von Mr. Menzel wurde als Desintegration mittels eines Bergbaulasers beschrieben. Von Mr. Menzel blieben nur wenige Partikel in der Athmosphäre der Umgebung zurück, um zweifelsfrei seine Anwesenheit bei dem Unfall darzulegen. Neben ihm und einem weiteren Minenarbeiter war niemand in der Anlage, als der Zwischenfall geschah - Mr. Velok hatte just an diesem Abend eine tätliche Auseinandersetzung in der Stadtbar von Sahal City mit anschließendem Aufenthalt in der Arrestzelle, hier kann also von einem hieb- und stichfesten Alibi ausgegangen werden.


    Laut Mr Velok verfügen die Laser über ein Totmannsystem, das den Laser automatisch abschaltet, sobald der Operator sich nicht mehr an seinem Platz befindet, um derartige Unfälle zu vermeiden. Diese Mechanik wurde von den Bergleuten jedoch oft mißbraucht, indem sie den Totmannschalter mit Steinen beschwerten, um den Laser weiter fördern zu lassen, und in die Pause gingen oder anderen Betätigungen nachgingen. Zum Verhindern solchen Mißbrauchs wurden die mechanischen Schalter durch Pads ersetzt, welche die Handfläche des Operators von leblosen Objekten unterscheiden konnten.


    Wir überredeten Mr. Velok, der eigenem Bekunden nach ein wenig von der Technik der Schürflaser verstand, sich den Bergbaulaser anzusehen, an dem Mr. Menzel zu Tode kam. Er fand nach einigen Minuten eine Lötstelle, die sich gelöst hatte und dadurch den Totmann überbrückte. So hätte der Operator den Führerstand des Lasers verlassen und durch die nicht erfolgte Sicherheitsabschaltung desintegriert werden können. Mr. Velok konnte jedoch nicht sagen, ob jemand die Schadstelle nur unfachmännisch repariert hat und die Lötstelle sich von selbst gelöst hat, oder jemand absichtlich eine Schwachstelle herbeigeführt hat, die sich nach einer gewissen Zeit lösen sollte.


    Das Überwachungssystem der Mine erfasst alle Mitarbeiter der TTC mittels ihres Transponders und öffnet die Türen, ebenso gelangen alle Angehörigen der Sternenflotte aufgrund ihres Kommunikatorsignals in die Anlage. Wenn der Tod von Mr. Menzel kein Unfall war, dann grenzt das den Kreis der Verdächtigen auf Angehörige der Sternenflotte und TTC-Mitarbeiter ein - jedoch sind alle Alibis dann wertlos, da der Verursacher nicht vor Ort gewesen sein muss, als der Totmann versagte.


    Die Mine wurde gesperrt und eine Spurensicherung durch die Sicherheit von DS12 angefordert.

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