Bericht über telepatsch - empathischen Kontakt zu den Tamarek

  • Es war schon Stunden nach ihrer Schicht, ehe Diraile sich an ihren Schreibtisch setzte. Der Tag heute war zum Kotzen. Beinahe, im wahrsten Sinne des Wortes. Seit sie das System Betreka 0001 betreten hatten, waren die empathischen Eindrücke exponentiell angewachsen. Die Bewohner dieses Systems hatten allesamt Angst oder fühlten Wut. Es war erdrückend wie massiv dieses System sich im Würgegriff seiner Emotionen befand. Aber das war nun nicht das Thema...


    "Computer erstelle eine gesonderte Sicherheitsfreigabe. Zugriff, Kommando Ebene, Wissenschaft und Medizinischer Stab aller bekannten Sternenflotten Einrichtungen und Schiffe. Benennung Echo-Tango.


    Bericht über eine Begegnung mit den Tamarak aus Empathisch - Telepathischer Sicht


    Lt. Diraile Aikotomo

    Erster Offizier USS Flying Fox

    Erfahrungsbericht


    Bei Sternzeit 98613.55593607323 trafen wir im System Betreka 0001 auf eine Spezies bekannt als Tamarek.

    Bis zum Eintreffen der Tamarek war die emotionale Lage im Sektor nur als angespannt zu bezeichnen. Gefühle welche in Kriegen nicht unüblich sind, waren vorherrschend. In diesem Status war es kein Problem sich emotional abzuschirmen. Mit dem Eintreffen der Tamarek jedoch änderte sich dieser Umstand grundlegend. Selbst auf den kleineren Schiffen der Tamarek herrscht ein massives emotionales Spannungsfeld. Die Aufmerksamkeitsspanne der Tamarek scheint recht kurz, weshalb ihre Gedanken und damit auch ihre Emotionen sehr schnell umschlagen. Hinzu kommt ein, meiner Meinung nach, starkes Konkurrenz Denken. Nach den, sehr seltenen, Männchen ringen die Weibchen offen und hinterrücks um jeden Fetzen Macht den sie ergattern können.


    Das Bildnis, welches sich zeichnet ist zu vergleichen mit einem Schwarm Bienen, nur das jede Biene für zwei denkt und gleichzeitig ihre Mit-Bienen übervorteilen möchte. Selbst für geübte Empathen und Anwender telepatischer Gaben ist dieser Ansturm eine massive Herausforderung. Um diesem Druck stand zu halten ohne neurologische Schäden davon zu tragen, kann es helfen auf jene Beruhigungsmittel zurück zu greifen, die schon während der grundlegenden Ausbildung angewandt werden. Aus diesem Grund halte ich es für angemessen, dass Spezies mit solchen Fähigkeiten schon jetzt ihren Schiffsarzt konsultieren um sich angemessen auf eine solche Begegnung vorbereiten zu können.


    Die jeweiligen Ärzte sollten mit dem Empathen oder Telepathen gemeinsam nach einem leicht verträglichen Medikament sehen. Weiter führend wäre für die Empathen und Telepathen das persönliche Mitführen eines Injektors mit einer Minimal Dosis anzuraten. Jedoch nur unter strengster Aufsicht, hier empfehle ich zusätzlich das Gespräch mit einem Counselor zu suchen.

    Das Wenigste sollte es sein, das jegliche Mitglieder der Sternenflotte sich regelmäßig bei jemandem der medizinischen Abteilung melden und einen knappen Status über Gefühlslage und körperliche Beschwerden abgeben.


    Fortführend ist zu berichten, dass die Tamarek telepathische Kommunikation empfangen können. Sie reagieren zwar verwirrt darauf, scheinen aber schnell zu lernen. Eine Fähigkeit dieser Art wurde bei ihnen selbst noch nicht festgestellt. Ihre Antworten auf meine Rufe erfolgten immer in verbaler Form. Aus diesem Grund empfehle ich hierzu die Kommunikation auf Gedankenbilder zu konzentrieren. Komplexe Worte und Satzbauten stießen nicht auf Resonanz. Einfachste Bildnisse wie die Kinder sie gerne zeichnen wurden jedoch sehr gut aufgenommen und mit verbaler Reaktion quittiert.


    vorläufiger Bericht - Ende"

    Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen

    Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen


    Marie von Ebner-Eschenbach