[IC] Auf den Spuren von Mion

  • Der Raum war erfüllt von dieser unendlichen Stille. Zäh wie grau schwarzer Honig flossen die entfernten Wände im Lichtschein dahin, während zwei Personen, auf Bahren gebettet ruhig atmend vor sich hin dämmerten. Weder ihr Atem, noch das hauchfeine Rascheln der Robenträger um sie herum schien der allgegenwärtigen Stille etwas anhaben zu können.



    Auf der ersten Bahre öffnete die Dame in den besten Jahren, ihre Augen und sah den älteren Herren eindringlich an, welcher eine Bahre weiter lag. Seine Haut zeigte die all zu typischen Zeichen seines hohen Alter. Falten, kleine braune Flecken und dann war da dieses sachte zucken seiner linken Hand. Die Krankheit würde ihn übermannen. Wenn nicht heute, dann morgen oder in höchstens einer Woche.



    Doch es gab etwas das dieser ältere Herr noch für die deutliche jüngere Dame hatte. Ein Schatz den man mit keinem Latinum der Galaxie kaufen konnte. Wissen. Die Stimme eines Arztes kämpfte sich aus der umfangenden Stille hervor.

    „Wir beginnen nun.“ Und die Blicke von Marianne und Anthony trafen sich. Heute gab er sein Leben und doch ließ sie ihn in Ewigkeit weiter existieren. Leise summend öffnete ein Laser Skalpell seine Bauchdecke und der Robenträger griff, sehr vorsichtig, in die entstandene Öffnung.



    Was er hervor holte hätte so manchem, hart gesottenen, Frontsoldaten die Blässe ins Gesicht getrieben. Es war ein Wesen das sich langsam hin und her wand, und über ein schmales Bändchen mit dem Körper von Anthony verbunden war. Ähnlich einer Nabelschnur durchtrennte der Robenträger dieses Band und trug die Kreatur zu Marianne herüber. Marianne kniff die Augen zusammen, denn trotz der lokalen Betäubung spürte sie wie der Fremdkörper ihren Leib, durch den Schnitt am Bauch, eroberte.



                                                                                           



    Mion erhob sich von seiner Liege und nach nur wenigen Schritten erreichte sie das Fenster. Es war nun der dritte Tag in Folge und trotzdem ihre Vereinigung ohne Komplikationen verlaufen war, hatte sie ein flaues Gefühl im Bauch. Es betraf nicht sie und auch nicht ihren Wirt Marianne, es war die Familie. Sie wusste genau das ihre Mutter das Komitee beeinflusst hatte bezüglich dieser Vereinigung, und das sie Mira übergangen hatten, obwohl sie noch besser geeignet war. Der einzige Grund dafür war der angeblich so langweilige Dienst in der Sternenflotte als Soldatin.



    Und nun kam der Zeitpunkt das man auf eben jener Station halt machen wollte auf der Mira diente. DS 12. Mion war klar, auf dem Weg nach Drozana war dies einer der größeren Föderationsposten in der Nähe. So gebot es zumindest die Höflichkeit sich dort vor zu stellen und natürlich ein gewisses Maß an Sicherheit. Diese Bergleute konnten stur und aufbrausend sein, grade in Verbindung mit den Getränken die auf der Drozana Station ausgeschenkt wurden.



    Sie schalt sich selbst, es gab keinen vernünftigen Grund für diese Gefühle. Mira war Mariannes Schwester es sollte zu keinerlei Verflechtungen kommen, die unschön waren. Irgendwann wird dieser Moment kommen müssen. Man stünde sich gegenüber, die Blicke treffen sich und eine einzige Maske der Emotionen würde mehr ausdrücken als tausend Worte.

    Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen

    Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen


    Marie von Ebner-Eschenbach

  • AN: Stationsleitung DS12, Captain M'iia, Commander Sarep

    VON: U.S.S. Monatana, Captain Henrikson


    Betreff: Besuchsmöglichkeit für M. Halverd, Diplomatisches Corp, Sternenflotte


    Sehr geehrte Captain M'iia,


    Wir befördern eine hochrangige Diplomatin der Trill zu Gesprächen auf der Drozana Station. Mein Gast äußerte den Wunsch ihre Station besuchen zu dürfen um, zum einen über die Lage im Donatu Sektor zu sprechen und zum anderen um, ich zitiere "Die Kameraden und Freunde ihrer Schwester, und ihre Schwester Mira Halverd selbst, zu treffen."


    Vom Zeitplan meiner Mission her kann ich einen Aufenthalt von zwei Tagen einkalkulieren.


    hochachtungsvoll


    Captain Henrikson

    Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen

    Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen


    Marie von Ebner-Eschenbach

  • AN: U.S.S. Monatana, Captain Henrikson

    VON: Stationsleitung DS12, Commander Sarep


    Captain,


    wir erwarten Ihre Ankunft. Bitte teilen Sie uns, zu welchem Zeitpunkt wir mit Ihrem Eintreffen rechnen können um die nötigen Quartiere zeitgerecht bereitstellen zu können.


    Gez. Sarep

  • AN: U.S.S. Monatana, Captain Henrikson

    VON: Stationsleitung DS12, Captain M'iia,


    Betreff: Besuchsmöglichkeit für M. Halverd, Diplomatisches Corp, Sternenflotte


    Sehr geehrter Captain Hendrikson,


    ich habe ihr Schreiben zur Kenntnis genommen. Aus der Natur des Besuches erschliesse ich, dass der Besuch inoffiziel stattfinden soll. Daher würde ich auf das entsprechende Protokoll an Bord verzichten. Sollte dies nicht der Fall sein, bitte ich sie um eine entsprechende Information.


    Ansonsten sollte dem Besuch nichts entegegen stehen. Allerdings muss ich darum bitten, dass sie für die Sicherheit des Botschafters durch Personal ihres Schiffes garantieren. Die genauen Gründe kann ich ihnen hier über Funk nicht erläutern. Desweiteren kann ich dem Botschafter kein Quartier auf der Station zuweisen, genau so wenig empfehle ich die Verlegung des Botschafters per Shuttle aus ihrem Bestand auf die Station und zurück.


    Ich weiss, dass es gewisse Umstände sind, aber eine aktuelle Lage macht diese leider erforderlich.


    mit freundlichen Grüssen

    Captain M'iia

    Kommando DS 12



    (OOC: Hab mal meine Antwort hier rüber kopiert. 2 Posts zum selben Thema, die die selben Dinge behandeln haben mich dann doch verwirrt.)

    Ich bin im Discord immer erreichbar. Also wer gerne RP absprechen möchte, kann dies dort gerne tun.

  • Auf der OPS wird ein Funkspruch aufgenommen.

    Die U.S.S. Montana wird voraussichtlich bei Sternzeit 98344.80593607304 die Station Deep Space 12 erreichen.

    Der Empfang dieses Funkspruches wird selbstverständlich an die Dienst habenden Offiziere, der Stationsleitung und der Sicherheit weitergegeben.

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    Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen


    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Ambiente Music, open in new tab


    Wieder einmal wälzte sie sich von einer Seite auf die andere. Die leise Musik im Hintergrund brachte ihr nicht die erhoffte Ruhe. Hinter ihren geschlossenen Augenlidern tobten Stürme auf Leinwänden die niemand sonst sehen konnte. Blitze, welche durch den Wolken verhangenen, marineblauen Himmel zuckten.

    „Warum versteckst du dich vor mir Schwesterchen?“ Niemand hörte ihre geflüsterte Frage, und niemand würde darauf antworten. Die eine Seele, welche die Antwort kannte, war weit weg. Die äußere und innere Ruhe, welche sie versuchte auszustrahlen, bröckelte vor sich hin.


    „Du kannst nicht auf den Grund des Sees blicken, wenn sich auf seiner Oberfläche Wellen auftürmen.“ Es folgte ein langer Atemzug der diesen Moment in eine schier unerträgliche Länge zog. Während sie die Luft aus ihren Lungen entließ, fühlte es sich an als wäre ihr ein Fels von der Brust genommen worden. Irgendwann würde sie Mira schon finden. Es musste zu viel besprochen werden. Missverständnisse wollten aus dem Weg geräumt werden. Mussten! Hier ging es nicht nur um einen Zwist der ein Stück Kuchen oder einen Bonbon als Gegenstand hatte.

    Sie war eine Diplomatin der Föderation, sie konnte es sich nicht leisten bei ihrer Arbeit ständig an Mira denken zu müssen.

    'Denkst du an Mira, oder denke ich an sie? Ohne deine Mutter wäre ich nun mit ihr vereint und das wissen wir beide oder?'


    Mion schreckte auf dem Bett hoch und saß, in einem rechten Winkel, derart steif da, dass man glauben könnte sie imitiere eine geometrische Form. Ihre weit aufgerissenen blauen Augen starrten ins Dunkel.


    Mariannes_Eye.jpg


    * * *


    Die Sonne schmeichelte warm auf ihrer Haut und die sanfte Brise gewährte von Augenblick zu Augenblick eine leichte Abkühlung, wenn sie über den schwarz marmorierten Körper der dösenden Frau glitt. Das Kichern von Kindern und das flirten der anderen hier am Pool hörte sie kaum noch. War es in den letzten beiden Tagen doch zu einem Hintergrund Rauschen geworden, welches sie nur tiefer in die Arme des Schlafes trieb. Schlaf, am ersten Abend hier auf Risa hatte sie kaum geschlafen. Was auch daran lag das Azry auf DS 12 bleiben wollte. Sie konnte ihre Freundin verstehen, sie wollte Dinge klären, Dinge die ihr wichtig waren und Mira hatte versprochen sie zu unterstützen, egal wie Azrys Entscheidung ausfiel.


    Azry fehlte ihr sehr, es fühlte sich jeden wachen Augenblick an als würden hunderte von Spinnen über ihre Haut krabbeln, jede von ihnen mit kleinen Nadeln an den Beinen. Sie waren so leicht, dass keine von ihnen Mira wehtat, es war eher dieses permanente - Gleich KÖNNTE etwas passieren – aber auf eine gute Weise. Im Halbschlaf zogen diese Gefühle in Form von Bildern an ihrem geistigen Auge vorbei. K'm Pek, ein Hühne von einem Klingonen und allzeit gespannt wie ein gut gearbeiteter Bogen. Ständig musste er aufpassen nichts kaputt zu machen oder die Beherrschung zu verlieren. So waren es wohl ebenso seine Hormone wie ihre, als es in der Sporthalle zu einem ausgewachsenen Paarungsritual kam welches in Miras Schlafraum einen, mehrere Stunden, dauernden Abgang fand. Der folgende Aufenthalt auf der Krankenstation war dagegen ein Witz. Mira kicherte in sich hinein. Zwischen T'm Pek und Azry stand nur noch eine Person, Lieutenant jr Gr. Melinda Seaside. eine der Test Pilotinnen an Bord der U.S.S. Oppenheimer, und ein ungeschickter Trampel vor dem Herren. Aber fliegen konnte sie, meistens. Als Mira sie auf Nimbus III unter einigen herab gefallenen Felsen hervor gezogen hatte, funkte es kurzzeitig. Die Affäre war kurz und intensiv.


    Doch keiner der beiden konnte wecken, was Azry in ihr geweckt hatte.


    Nie zuvor hatte sie vergleichbar für eine Person gefühlt. Schutz, Zuneigung, Hingabe ja sie würde sogar kämpfen um Azry zu behalten, und das... so bestätigte sich Mira selbst, war wörtlich zu nehmen. So wanderte sie wohl recht lange wie ein sanft bebende Violinen-Seite auf DS 12 herum. Doch seit ihrer Abreise war es anders, etwas hatte sich zwischen Mira und Azry geschoben, ein Gefühl das man nur mit dumpfer Angst oder eher Abneigung beschreiben konnte. Nein das war nicht stark genug, sie hasste. So sehr, dass sie selbst manchmal Bauchweh davon bekam. Ob das daher kam, das sie ihre eigene Familie nicht hassen wollte? Sie verstand sich doch immer so gut mit Marianne, warum diese Missgunst seit diese vereinigt worden war? Konnte sie derart neidisch sein?


    'Wenn du mich noch immer willst, komm und hol mich.' Die Worte hämmerten in Miras Kopf hinein als hätte ein Bildhauer sie dort rein gemeißelt. Mira hob den Kopf und sah sich um. HRMPF. Der Satz war von einem der Stunden Gigolos zu einer alternden Witwe gesagt worden, während sie kichernd auf deren Zimmer hüpften. Aber irgendwas nagte an ihr. Sie wollte grade aufstehen als sie ihren Namen hörte.


    'Mira?' ihre grünen Augen blickten starr voran.


    Miras_Eye.jpg


    Alle ihre Muskeln spannten sich an, sie kannte die Stimme nicht, und eine Ahnung woher sie kam, hatte sie auch nicht. Verdammter Mist, das musste geklärt werden. Mira checkte noch in der selben Stunde aus dem Hotel aus und buchte den nächsten Frachter der auch nur in die Nähe von Sahal III oder DS 12 flog. Sie nahm sich fest vor, ihrer Schwester eins auf die Nase zu geben und sie danach zu umarmen. Und um ihr den letzten Hieb zu versetzen, würde sie ihr auch gleich eröffnen, dass sie eine Frau liebte und diese heiraten würde. Als sich diese Gedanken so aufreihten war es auf einmal glasklar. Mira war sich sicher, es würde funktionieren.

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    Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen


    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Geborgenes Computer Logbuch der U.S.S. Montana


    Datenwiederherstellung Zeitraum

    98353.42465753411 bis 98361.64383561663 ((10.05.2421 - 0.00 Uhr bis 13.05.2421 - 0.00 Uhr))


    Fortschritt

    100% abgeschlossen


    Wiederherstellungs-Faktor

    32%


    Computer Logbuch U.S.S. Montana, Sternzeit 98354.63733510915, Captain Henriksson

    Auf Wxxxch von Botschaxxxin Halverd nehmen wir Kurs auf den Briar Paxxx. Ihre Exzellenz weihte mich in ihre Vermutung ein, dass die kommerzielle Nuxxxng der Metreonengase dort, nur ein Vorwand sein könnte für ein deutlich aggrexxxverxx Xorxxhungsgebxxx. Um diese These zu bestätigen oder zu entkräften habe icx xxschlossen ihrem Wunsch nachzugeben und das fragliche Gebiet zu untersuchen.


    Computer Logbuch U.S.S. Montana, Sternzeit 98354.94694951785, Fähnrich Bewfold i.A. von Dr. C. Vallow

    Das medixxnische Personal wurde in ein X Schicht System versetzt. Die Sorge des Capxxins, wird geteilt dass der Briar Patch viele Überraschungen bereit hält und keine von ihnen positiv ist, weshalb wir diesen axßergewxxxlichen Zustand beibehxxten bis der Patch wieder verlassen wird.


    Computer Logbuch U.S.S Montana , Sternzeit 98356.52565322153, Commander Bellows

    Crew Status:

    Beförderungen

    Lt jr. Gxxde Janine Fassers - texxxxxche Abteiluxx

    Fäxnxxh Shannon Fill - OPS

    Xx sen Grade Wallard Dobbs - Sicherhxxx


    Verxxxungen

    Lt sen Graxx Wallxxx Dobbs - Akademie der Stxxnenfxxtte, Kommandoxxxxgang

    Lt Xmx Brandon Sikes - U.X.S. Nimitz


    Computer Logbuch U.S.S. Montana, Sternzeit 98XX8.59782470834, Captain Henxxxsson

    Die Sensoren haben ungewöhnliche Spuren nahe einer eng geschlossenen Asteroiden Formation entdeckt. Allegemeine Rufe blieben unbeantwortet. Die Montana nähert sich der Formation. Wir nutzen, bedingt durch die Umstände hier im Patch, dafür nur die Schubdüsen.


    Computer Logbuch U.S.S. Montana, Sternzeit 9X358.5978247XX34, CaXXain Henriksson, Nachtrag

    Durch den Trxxfer eines, kleinen, unnatürxxxh beschleunigten Asxxxxiden wurde eixx unserer Warpgondeln beschädigt. Die Re.... VERDAMMT.

    CXXXXIN HENRIKSSON AN ALLE, BEMANNT DIE RETXXNGSKAPSXXX...

    *im Hintergrund hörbar* Captain, das war eine Explosion hinter dem Asteroiden er bewegt sich rasend schnell. Vermu...

    ICH WEISS, VERLASSEN SIE DAS SCHIFF SO SCHNELL WIE MÖGLICH.

    CAPTAIN AN ALLE: EVAKUIEREN SIE DAS SCHIFF. GOTT STEH UNS ALLEN BEI


    Computer Logbuch U.S.S. Montana, Sternzeit 98359.14056950787, Medizinisches Notfall Hologramm

    In den vergangenen fünf Stunden verstarben 163 von 172 Besatzungsmitgliedern der U.S.S. Montana.


    Verletzungen und Todesursachen sind einheitlich:

    - schweres Trauma der Augen

    - verdampfen der Körperflüssigkeiten

    - Versagen sämtlicher Organe


    Neuer Besatzungsstatus de U.S.S. Montana:

    9 aktiv

    163 verstorben

    Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen

    Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen


    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Es war spät, der Betrieb auf der Krankenstation war nun langsam zur Ruhe gekommen, die Schwestern überwachten die Patienten oder kümmerten sich um sie, oder zumindest um jene die nicht schliefen. Was ein Großteil der Patienten war.


    Das leise Surren der medizinischen Maschinen, erfüllte unbeirrt die Station leistete Merrie Shape Gesellschaft. Die sich still über ihre Berichte beugte mit der Müdigkeit kämpfte. Doch eigentlich war sie noch viel zu aufgeregt um auch nur an das Schlafen zu denken.

    Ihr sorgenvoller Blick wanderte erneut zu einen bestimmten Bett, Mira Halverd. Nein, Mion Halverd, lag dort und schlief friedvoll, erschöpft und noch halb betäubt von den Geschehnissen der letzten Stunden.


    Die Gedanken von Merrie gingen erneut auf Wanderung, wie würde Mira, nein es war nicht mehr Mira, Mira existierte nicht mehr. Mira war weg. Mion, dies war nun, die neue Mion. Sie wusste es, sie hatte es gewusst, seit sie sich damals entschlossen hatte sich auf die Spezies Trill zu spezialisieren. Gerade wegen Mira, oder eher wegen Mion. Merrie hatte versucht sich darauf vor zu bereiten. Doch nun? Würde ihre Freundschaft dies über stehen? Wie viel von Marianne war nun auch in ihr? Sie seufzte und schaute erneut auf den Bericht unter ihr.


    Zu erst war da der Totenschein, natürlich hatte sie diesen nur vorgeschrieben, Lt. Yazrim Lasorsa, würde ihn kontrollieren und auch unterschreiben. Aber sie hatte Ihn einfach schreiben müssen. Zu Lebzeiten war Marianne schrecklich gewesen, eine Zimt Zicke vor dem Herren, verwöhnt und arrogant. Aber Mion, Mion hatte ihr gut getan, dieser eine Besuch nach ihrer Vereinigung. Da war sie fast nett, es war ein Jammer das sie so früh sterben musste. So jung, wie sie war.


    MedBericht
    Berichtnr = 8416794
    Sternzeit = 98369.74885844756
    Vorstellung = Not Operation
    Art = Ungeplant
    Diagnose = Exitus nach multiplen Traumata nach Schiffsabsturz, so wie der Verlust des Symbionten Mion
    Behandlung = Die Patientin wurde per Notfalltransport auf die Krankenstation gebracht, da der Wirt bereits in einem pre finalen Zustand war, wurde der Symbiont Mion zur Sicherung seines Fortbestandes entfernt und in einen andern Wirt Übertragen.
    Epikrise = Die Patientin war zuvor nicht medizinisch auffällig.
    Befund = Die Patientin wies multiple Verletzungen, die sowohl innerlich als auch äußerlich waren, auf. Die Patienten wies dabei starke Schmerzen auf und war trotz Anästhetika, bei Bewusstsein.
    Anmerkungen =
    Diensttauglich = Nein
    freigestellt_bis =
    freigestellt_durch =
    Signatur =


    Still betrachtete sie die Papiere. Totenscheine waren immer etwas schreckliches. Sie schaut dann zu dem anderen Bericht.

    Der Verlauf des Abends und der OP, das Symbiose-Komitee würde diesen Bericht besonderes interessiert lesen. Merrie hoffte nur, dass sie aufgrund dieses Berichtes, Mira den Symbionten nicht weg nehmen würden. Wenn sie Mion Halverd verlieren würde und sie daran dann auch noch beteiligt gewesen wäre...


    Nein das das wäre zu viel!


    Ihr eigenes Zittern bemerkte sie erst als eine der andern Schwestern ihr ungefragt einen Kaffee hinstellte.

  • Was während der Operation geschah ...


    Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen

    Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen


    Marie von Ebner-Eschenbach

    Einmal editiert, zuletzt von M-Halverd ()

  • Während Mion in den Mak'ala höhlen auf Trill weilt trifft ein Subraum Funkspruch auf DS 12 ein. Ihm angehängt sind mehrere Dateien.


    VON: Symbiose Komitee, Trill

    AN: Captain M'iia, DS 12; Lt. Jun Grade Y. Lasorsa, DS 12; Lt. Cmd D. Newton

    CC: Lt. Sen Grade Dr. S. Homes; Lt. Sen Grade M'Nuuras, U.S.S. Flying Fox; FN M. Shape DS 12


    Betreff: Fallakte H-03-05/2421-MION-V


    Bezug nehmend auf den, von Lt. Y. Lasorsa ausgestellten, Totenschein von Marianne Halverd untersuchen wir die, möglicherweise, illegale Weitergabe des Symbionten Mion an Mira Halverd. Zu diesem Zweck möchten wir sie alle bitten, unten aufgeführten, personalisierten Fragebogen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten.


    Um den Sektor und speziell die Station DS 12 vom Vorwurf des illegalen Symbionten Handels frei zu sprechen werden wir ein Team zur Untersuchung des Vorfalles entsenden. Bei unserem Eintreffen möchten wir dann, die Audio und Video Aufzeichnungen von der Operation mit ihnen gemeinsam durchgehen und sie von einem kombinierten Team von Technikern auf ihre Echtheit prüfen lassen. Dies ist leider, einigen Gerüchten geschuldet die in der Kommission ihre Runde machen und Fragen bis in die höchsten politischen Kreise aufwerfen.


    Walther Preston, 1. Ermittler

    Symbiose Komitee, Trill


    Anhang Fragebögen


    Fragebogen Captain M'iia


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    Fragebogen Lt. Cmd Newton


    - x - x - x -


    Fragebogen Lt. Senior Grade Doktor Homes


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    Fragebogen Lt. Senior Grade M'Nuuras


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    Fragebogen Lt jun Grade Y. Lasorsa


    - x - x - x -


    Fragebogen Fähnrich M. Shape

    Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen

    Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen


    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Von: Lt. s.g. M'Nuuras

    An: Symbiosekommitee, Trill


  • Von: Captain M'iia, Kommando DS 12

    An: Symbiosekommitee, Trill



    Betreff: Ihr Schreiben



    Sehr geehrte Damen und Herren,


    zunächst einmal möchte ich ihnen mit diesem Schreiben meine Irritation ausdrücken. Ich hatte eigentlich erwartet, dass wenn gegen einen Offizier unter meinem Kommando ermittelt wird, ich dies nicht aus einer Vorladung zur Befragung, beziehungsweise aus einem Fragebogen erfahre.


    Desweiteren weise ich sie darauf hin, dass sie mit der Erhebung des Vorwurfes, dass die Station und das Personal der Deep Space 12, eine Einrichtung der Sternenflotte, einen illegalen Symbiontenhandel zu betreiben ja wohl jedweder Grundlage entbehrt.


    Desweiteren bitte ich sie um Klarstellung der konkreten Vorwürfe gegen Mira Halverd und der ihr möglichen drohenden Konsequenzen. Nach meinem Verständnis war Miss Halverd sowieso als Back Up Wirt für den Symbionten geplant. Daher entzieht sich mir der Sinn dieser Befragung.


    Da es sich bei den Audio und Videoaufzeichnungen der Operation um Datenmaterial handelt, welches unter das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt fällt, genau so wie die Daten aus der Behandlung erwarte ich von ihnen einen Durchsuchungsbeschluss vom Gerichtshof der Sternenflotte. Sollten sie diesen Beschluss nicht vorweisen können, kann ich ihnen die Daten nicht aushändigen.


    mit freundlichen Grüssen

    Captain M'iia

    Kommando DS12

    Ich bin im Discord immer erreichbar. Also wer gerne RP absprechen möchte, kann dies dort gerne tun.

  • Von: Fähnrich Merrie Shape, DS 12

    An: Symbiosekommitee, Trill



    Betreff: Ihr Schreiben



    Sehr geehrte Damen und Herren,


    Hier mit bestätige ich den erhalt ihrer Anfrage, und teile ich mit das ihre frage den Juristischen Dienst der Sternenflotte weiter gereicht habe. Ich wer mit der Rücksprache, des Gerichthofes ihnen schnellst möglich Antworten. Sollten sie bis dahin fragen haben, wenden sie sich bitte an den Offizellen Kontakt zum Gerichtshof.


    Mif Freundlichen Grüßen

    Fähnrich Merrie Shape