Nachts sind alle Katzen grau

  • Der Spiegel im Bad war noch etwas beschlagen. Durch den Dunst auf der Scheibe kann die Caitianerin sich selbst schemenhaft erkennen. In ihrem Fell hängen ein paar Wassertropfen.

    Sich fertig abtrocknend, wirft sie das Handtuch in die Ecke und zieht sich dann das Hemd über den Kopf.


    Sie seufzt einmal. Dieses Problem hatte sie immer. In der Regel muss sie das Anziehen pausieren, um sich nochmal abzutrocknen, da das Fell wieder Feuchtigkeit gefangen hat. So wie jetzt auch. Sie schaut nochmal kurz dem Handtuch nach, überlegt kurz und hebt es dann doch auf um es anschliessend in dem Dreckwäscheeimer zu entsorgen. Die Systeme an Bord werden sich schon darum kümmern und morgen wird der Replikator ihr ein neues Handtuch ausspucken.


    Sie schüttelt nochmal einmal den Kopf hin und her, so dass ihre Mähne sich schüttelt, dann geht sie zum Waschbecken. Sie zieht den kleinen Hocker darunter hervor und lässt sich auf diesen hinab. Anschliessend kramt sie in der Schublade nach etwas. Auf dem Waschbecken selbst und um dem Spiegelschrank sind ein paar Dinge verteilt. Viele Pfeilen verschiedener Grössen, Lippenstift, Bürsten, Schminkuntensilien und natürlich 2 Zahnbürsten im Becher. Nachdem sie lange gesucht hat, zieht sie triumphierend eine Haarbürste aus der Schublade.


    In den Spiegel schauend, will sie anfangen, sich die Mähne zu bürsten, wischt aber erstmal mit einer Handbewegung den Nebel auf dem Glas zur Seite. Sie betrachtet sich kurz im Spiegel und setzt dann die Bürste an. Ihre Ohrringe im Ohr funkeln kurz im Licht und klimpern aneinander, während sie den Kopf bewegt. Die Bürste bewegt sich langsam durch die Haare und zieht sie auseinander. Nach ein paar Minuten erfolgt ein schneller Kontrollblick in den Spiegel und dann geht der Griff zu einem kleinen Kästchen auf dem Waschbecken. Daraus werden ein paar rote Stoffbänder gezogen und die Caitianerin beginnt, sich ihre Frisur zu schnüren und die Mähne zurück zu binden.


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    Nach ein paar weiteren Minuten kommt die Caitianerin aus dem Bad. Sie durchquert das kleine Schlafzimmer und packt auf dem Weg nach draussen die Uniformjacke vom Stuhl, wo sie sie immer hin hängt. Sie will sie sich überwerfen und stellt fest, dass sie hinten und vorne nicht passt und anstatt weiss auch schwarz ist. "Schatz, hast du meine Uniform gesehen? Ich hab deine erwischt."


    "Schau mal auf dem Bett." kommt es aus dem Wohnbereich zurück. Frau Doktor dreht sich um und dort liegt ihre Jacke. Ordentlich gefaltet und das Emblem der Flotte oben auf. Sie geht drauf zu und lächelt einmal. Dann nimmt sie sich die Jacke und zieht sie an. Den Kommunikator heftet sie sich an die Brust. Dann rückt sie die Jacke noch einmal zurecht, schlüpft in ihre Schuhe und geht dann ins Wohnzimmer.


    Eine Menschenfrau ist grade damit beschäftigt, die Reste vom Abendessen vom Tisch zu räumen und dort klar Schiff zu machen. Als Zevarra eintritt, schaut sie auf und mustert sie einmal von oben bis unten. Frau Doktor geht mit einem leichten Lächeln auf sie zu. "Du hättest die Uniform nicht neu replizieren müssen." Debbie lächelt einmal. "Hey, heute ist dein grosser Tag. Da musst du gut aussehen."


    Die Caitianerin schlingt die Arme um ihren Schatz und spricht dann mit gesenkter Stimme weiter.

    " Ein bisschen nervös bin ich ja schon. So dass erste Mal eine ganze Schicht den Stuhl in der Mitte haben. Auch wenn es nur die Nachtschicht ist."


    Debbie lächelt sie an. "Ach, du machst das schon. Du wirst sie alle umhauen." Zevarra erwiedert das Lächeln. "Danke, du bist die beste." Sie drückt ihr einen kurzen Kuss auf die Lippen auf. "Wir sehen uns morgen früh, wenn du zum Dienst kommst." Mit den Worten wird die Umarmung gelöst.

    "Machs gut. Und viel Erfolg." meint Debbie noch. "Danke, bis morgen." Mit den Worten verlässt sie dann das Quartier.


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    Auf den Gängen ist weniger los als sonst. Es könnte mit der Tagesszeit zu tun haben. Das Licht ist schon etwas gedimmt, die Nachtschicht übernimmt so langsam das Ruder. Die Tagschicht zieht sich in ihre Quartiere zurück.


    Frau Doktor geht schnurstracks ihres Weges und schaut sich etwas verwirrt um, als sie auf einmal in der Krankenstation steht. "Doktor?" Dr. Ashleigh schaut sie verwirrt an. Die junge Assistenzärztin hatte heute die Nachtschicht gewonnen und durfte auf einer leeren Krankenstation ihr Dasein fristen.


    "Nichts, Sandra. Machen sie weiter. Ich bin nur falsch abgebogen." meint Zevarra lächelnd und macht dann schon auf dem Absatz kehrt. Das hinterhergerufene "Schönen Abend, Doktor." quittiert sie mit einem freundlichen Wink über die Schulter.


    "Göttin, war das doof. Macht der Gewohnheit". Denkt sie sich, während sie dann diesmal den Turbolift ansteuert. Sie steigt ein und schaut sich erstmal um. "Ha, alleine." stellt sie bei der leeren Kabine fest. "Ziel nicht bekannt." quittiert der kleine Lautsprecher in der Decke diese Feststellung. Die Caitianerin seufzt nochmal. "Brücke." Der Lift setzt sich in Bewegung.


    Auf einmal platzt ein "Halt" aus ihr raus. Der Lift bleibt stehen. Sie beugt sich vor, betrachtet sich nochmal in der Reflektion des Displays neben der Türe, streicht nochmal eine Strähne glatt und richtet sich dann wieder auf.


    "Fahrt fortsetzen." Nach ein paar weiteren Sekunden kommt der Lift an seinem Ziel an. Die Brücke der Garrett liegt vor ihr. Der Schichtwechsel ist in vollem Gange. Sie geht schnurstracks auf den wachhabenden Offizer zu und schaut ihn an. "Ich löse sie ab."

    Ich bin im Discord immer erreichbar. Also wer gerne RP absprechen möchte, kann dies dort gerne tun.

    Einmal editiert, zuletzt von S'hoyue ()